Wettbewerb: ÖI Frauen Award 2016

Wir bedanken uns für die zahlreichen Einsendungen! Es wurden knapp 40 unterschiedliche Frauen zum ÖI Frauen-Award nominiert. Unsere externen Juroren, Isabella Feimer und Matthias Prikoszovits, haben Ihre Einsendungen gelesen, bewertet und die Gewinner festgelegt. 

Schreib-Wettbewerb 2016:Der ÖI-Frauen-Award - die GewinnerInnen

Niveau Anfänger

  1. Preis: Fiammetta Curcio (1 Gutschein für 1 Deutschkurs im Wert von E. 480)
  2. Preis: S. Aguirre (1 Gutschein für 2 Einzelunterricht im Wert von E. 100, 1 Buch und 1 Cd)
  3. Preis:Salvatore Barzilai (1 Gutschein für 1 Ösd-Prüfung im Wert von E. 30, Schokolade und ddaktische Poster)

Niveau Fortgeschrittenen

  1. Preis: Antonella Nardis (1 Gutschein für 1 Deutschkurs im Wert von E. 480)
  2. Preis: Nicole S. (1 Gutschein für 2 Deutscheinzelunterricht im Wert von E. 100, 1 Buch und 1 Cd)
  3. Preis: Margherita Tabanelli (1 Gutschein für 1 Ösd-Prüfung im Wert von E. 30, Schokolade und ddaktische Poster)

Jury und Beurteilungen

Isabella Feimer

Isabella Feimer

Isabella Feimer österreichische Schriftstellerin. Im Februar 2017 erscheint ihr neuer Roman "Stella maris". 2016 hat sie im ÖI aus ihrem Roman "Trophäen" gelesen und war von den interessanten Fragen unserer KursteilnehmerInnen beeindruckt. Über die Arbeit als Jurorin sagt sie: "Mit Freude habe ich die Texte gelesen und Schönes und Neues für mich entdeckt!

 

  1. Antonella Nardis (Oriana Fallaci): "Niemand war für sie unerreichbar" - hier ist ein Leben voll von Mut beschrieben, und mit jeder Zeile liest man die Wertschätzung für diese außergewöhnliche Frau mit, verfällt selbst in Begeisterung und in einen Willen, für Wahrheit einzustehen."

 

2. Nicole S. (Paola Regeni): "Wie der einzelne einwirken kann" - eine beeindruckende Frau, hier voller Respekt beschrieben, als Vorbild, dass man dem System nicht machtlos gegenüber stehen muss."

 

3. Margherita Tabanelli(Christine Nöstlinger): "Das gerne Lachen - hier ist es ein Lob an die Macht der Sprache und an Geschichten, aber auch eine Wertschätzung für das bewegte Leben der Autorin."

Matthias Prikoszovits

Matthias Prikoszovits

"Ich habe vier Jahre in Neapel und Rom Deutsch unterrichtet. Derzeit unterrichte ich in Barcelona und auch hier gehören Texte, die im DaF-Unterricht entstehen, zu meinem Berufsalltag. Ich habe eure schönen Texteüber die interessantesten Frauen Europas sehr gerne gelesen und freue mich für die GewinnerInnen!"

 

 

 

 

  1. Fiammetta Curcio (Giusi Nicolini): "Obgleich layout- und bilderlos, hat dieser Text etwas ganz Besonderes: Er hebt die großartige Arbeit einer italienischen Bürgermeisterin hervor, die vermutlich nur in Italien bekannt ist, jedoch in ganz Europa berühmt sein sollte, da ihr Wirken für den gesamten Kontinent in höchstem Maße bedeutsam ist. Auch vom Aufbau her mag der Text zunächst mäßig wirken, doch bei genauerer Betrachtung ist zu erkennen, dass sich die vielen verschiedenen Schwerpunkte (Nicolinis Arbeit, die Bewunderung der Verfasserin, der Papstbesuch, der Friedensnobelpreis für Lampedusa, Nicolinis Engagement für den Umweltschutz) darin angenehm verweben. Der Text hat eine angemessene Länge und ist informativ. Die Auswahl der Bürgermeisterin Giusi Nicolini für die Nominierung ist sehr gelungen, da auch die Politik eine leider immer noch klassische Männerdomäne ist, in der weibliche Feinfühligkeit nur allzu oft vonnöten wäre. Nicolini scheint zudem vielseitig zu sein, was in der Politik als hohe Tugend anzusehen ist. Eine hohe Aktualität erhält der Text auch durch den Bezug zu den Flüchtlingswellen und somit zu den schlimmen Katastrophen im Mittelmeer, die wohl niemanden in Italien, Europa und auf der ganzen Welt kalt lassen."   
  2. S. Aguirre (Dame Stefanie Shirley): "Dieser interessante Beitrag hat ein sehr ansprechendes Layout, die Fotos sind gut gewählt und unterstreichen bunt das Positive am Leben von Dame Stephanie Shirley. Der Text, der angemessen lang ist, hat einen klaren Aufbau: Er beginnt mit der Begründung, warum Dame Stephanie Shirley eine so besondere Europäerin ist, gibt dann Einblicke in ihre Biographie und erläutert abschließend, weswegen Dame Stephanie Shirley zu bewundern ist. Zudem sind die Erläuterungen flüssig, schlüssig und grammatikalisch einwandfrei. Die Auswahl von Dame Stephanie Shirley, einer Frau mit bewegender europäischer Biographie und Österreichbezug, für die Nominierung ist ebenfalls sehr gelungen. Es handelt sich bei ihr um eine Frau, die in einer klassischen, überbezahlten Männerdomäne sehr erfolgreich Fuß fassen konnte und sich nebenbei auch noch sozial und wohltätig engagiert."
  3. Salvatore Barzilai (Melanie Klein): "Der Text ist sehr lang, jedoch immer flüssig und grammatikalisch einwandfrei. Er beginnt mit einem ausdrucksstarken Zitat sowie mit der Begründung der Nominierung Kleins und fokussiert im weiteren Verlauf vorrangig deren Biographie. Dabei werden sehr interessante Aspekte behandelt und es zeichnet sich eindrucksvoll ab, welch bewegtes, in so vielerlei Hinsicht typisch europäisches Leben die Psychoanalytikerin geführt hat. Wenn die Beschreibung der Biographie auch gestrafft und die Begründung der Nominierung ausgebaut werden könnten, so wird im Text doch auf angemessene Weise thematisiert, was gerade im Kontext des historischen Österreichs von herausragender Bedeutung ist: die Psychologie als fundierte Wissenschaft. Besonders zu Zeiten Kleins war die Wissenschaft immer noch stark von Männern dominiert, weswegen Kleins Leistungen durchaus als bahnbrechend einzustufen sind. Dass die Auswahl hier also auf Melanie Klein gefallen ist, ist positiv hervorzuheben. Das Erscheinungsbild des Textes ist attraktiv und es finden sich am Ende auch einige Fotos."